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Kleiner Aufwand – große Wirkung

Mühldorf am Inn,

Mühldorf, den 10. Januar 2013

 

Stromeinsparung bei der Druckluft-Versorgung

ODU Mühldorf hat seit einem Jahr eine Kompressorensteue­rung installiert. Innerhalb eines Jahres wurde dadurch eine Energieeinsparung von ca. 80 000 Euro an Stromkosten erreicht (inkl. des erhöhten Druckluftverbrauches). Dabei sind die niedrigeren Wartungs- und Reparaturkosten, die aufgrund der geringeren Leerlaufzeiten nicht anfallen, noch gar nicht mit eingerechnet! „Druckluft ist teuer und verbraucht in der Industrie und auch bei uns ca. 10 % des Stromes. Für unsere Produktion ist sie unverzichtbar.“, so Hans Hartinger, Leiter Vorfertigung und Instandhaltung bei ODU. Die Situation in unserem Kompressorenbereich bisher: Es gab viele Schaltpunkte und hohe, kostenintensive Leerlauf-Anteile. So sind in der Produktion vier Schraubenkompresso­ren und zwei Kolbenkompressoren mit einer Gesamtleistung von 285 kW installiert, die nicht untereinander verknüpft waren, d.h. sich nur über den Einschalt- und Ausschaltdruck selbst regelten. (Zur Erklärung: ein Kompressor schaltet nicht einfach in kurzen Zeitintervallen (Druck unter Min.) ein und gleich wieder aus (Druck über Max.), da dies der Motor nicht aushalten würde, sondern geht vor dem Ausschalten zunächst in den lastfreien Lauf. Das spart zwar Energie, erzeugt aber dennoch hohe Kosten, da der Motor ungenutzt weiter läuft.)Ein wirtschaftlicher Betrieb des Systems war für die Zukunft nur mit einer übergeordneten Kompressorensteuerung möglich, die dann im Frühjahr letzten Jahres auch eingebaut wurde. Dadurch hat sich die Leerlaufzeit auf unter 1 % redu­ziert – im Gegensatz zu vorher 30 % und mehr; ein beachtli­ches Ergebnis. Das wiederum bedeutet insgesamt auch weniger Laufzeit der Kompressoren und Motoren, was zusätzlich Verschleiß- und Wartungskosten spart. Zudem konnte die Schwankung des Druckbereiches von vorher 8 bis 10 Bar auf nun 7,4 bis 8,4 Bar um ca. 1 Bar im Schnitt redu­ziert werden (dieses eine Bar bringt mindestens 6 % weniger Energiekosten).Die Einsparung von über 80 000 Euro kann deshalb so genau berechnet werden, weil vor der Installation der Steuerung eine einwöchige Leistungsmessung (Stromverbrauch) durchgeführt wurde. Das Ergebnis der jetzt kontinuierlichen Auswertung durch die Steuerung übertraf alle Erwartungen. Aufgrund von Produktionserweiterungen, insbesondere in der Galvanik und Montageautomation, steigt der Bedarf an Druckluft auch weiterhin stark an. Der Aufwand für die Steuerung war – verglichen mit der Effi­zienz und den hohen Stromkosten vor der Optimierung der Anlage – minimal. Für die Zukunft gibt es noch viel Potential in Form von weite­ren Energieeinsparungsmaßnahmen. So strebt Hartinger bereits die Installation einer drehzahlgeregelten, moderne­ren und effizienteren Kompressorenanlage und eine Wärme­rückgewinnung, d.h. die Verwendung der Abwärme für Brauchwassererhitzung und Heizung, an.